Donnerstag, 7. Dezember 2017 | 11:30

Athen und Ankara wollen für Entspannung arbeiten

Griechenland und die Türkei wollen trotz zahlreicher Streitigkeiten um Hoheitsrechte in der Ägäis versuchen, die Spannungen mithilfe von vertrauensbildenden Massnahmen abzubauen.

Griechenland und die Türkei wollen trotz zahlreicher Streitigkeiten um Hoheitsrechte in der Ägäis versuchen, die Spannungen mithilfe von vertrauensbildenden Massnahmen abzubauen.

Dies erklärten der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras nach einem Treffen in Athen. "Wir haben uns darauf geeinigt, Gespräche über vertrauenbildende Massnahmen aufzunehmen", erklärte Tsipras im Fernsehen nach dem Treffen.

Erdogan erklärte seinerseits, die Türkei stelle keine territorialen Forderungen an Griechenland. Dennoch sollte seiner Ansicht nach der seit 1923 geltende Vertrag aktualisiert werden, mit dem die Hoheitsrechte und die Meeressgrenzen in der Ägäis definiert werden. Es gebe zwar zahlreiche Differenzen, doch diese könnten überwunden werden, wenn man sich "darauf konzentriert, das Glas halb voll zu sehen", sagte Erdogan.

Tsipras erklärte, Athen sei für eine weitere Annäherung der Türkei an die EU: "Es ist von strategischer Bedeutung". Die Türkei müsse aber demokratische Reformen in die Tat umsetzen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch die Flüchtlingskrise und die Zypernfrage.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Französische Justiz eröffnet Verfahren gegen Front National

In der Affäre um EU-Parlamentsjobs hat die französische Justiz nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen den rechtspopulistischen Front National (FN) eröffnet. Das bestätigten Justizkreise der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Paris.

Amtszeit von Nato-Generalsekretär Stoltenberg bis 2020 verlängert

Die Nato-Staaten haben die Amtszeit von Generalsekretär Jens Stoltenberg frühzeitig um zwei Jahre verlängert. Wie das Militärbündnis am Dienstag mitteilte, bleibt der ehemalige norwegische Regierungschef damit bis Ende September 2020 im Amt.

Korruptionsprozess gegen Österreichs Ex-Finanzminister begonnen

Österreichs ehemaliger Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss sich seit Dienstag wegen des Verdachts der Untreue und Korruption vor Gericht verantworten. Der Prozess am Landgericht Wien wurde zum Auftakt von grossem Medieninteresse begleitet.

Italienische Ärzte streiken gegen Einsparungen im Gesundheitswesen

Aus Protest gegen von der Regierung geplante Einsparungen im Gesundheitswesen sind die Ärzte in Italien am Dienstag in den Streik getreten. Rund 200'000 Mediziner beteiligen sich an dem ganztägigen Arbeitsaufstand.

Rakete auf Aschkelon abgefeuert - Luftangriffe in Gaza

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen eskaliert. Erstmals seit Beginn der Unruhen im Jerusalem-Streit wurde in der Nacht zu Dienstag eine weiter reichende Rakete aus dem Palästinensergebiet am Mittelmeer auf Israel abgefeuert.

Schon über drei Millionen Pilger in Mexiko-Stadt eingetroffen

Millionen Katholiken sind in Mexiko-Stadt zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe gepilgert. Bereits am Vortag des Patronatsfests seien über drei Millionen Menschen zur Kirche im Norden der Millionenmetropole gekommen, teilte der Sicherheitschef am Montag mit.