Donnerstag, 7. Dezember 2017 | 13:45

Martin Schulz als SPD-Chef mit 81,9 Prozent wiedergewählt

Martin Schulz ist erneut zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden. Der 61-Jährige erhielt beim Parteitag am Donnerstag in Berlin 81,9 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte er grünes Licht für Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung erhalten.

Martin Schulz ist erneut zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden. Der 61-Jährige erhielt beim Parteitag am Donnerstag in Berlin 81,9 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte er grünes Licht für Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung erhalten.

Das Wahlergebnis war vor dem Hintergrund des Ergebnisses bei der Bundestagswahl von 20,5 Prozent mit Schulz als Spitzenkandidat mit Spannung erwartet worden. Für das schwache Abschneiden seiner Partei hatte sich Schulz in seiner Rede beim Parteitag entschuldigt.

Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments führt die Partei seit knapp neun Monaten. Im März war er noch mit 100 Prozent Ja-Stimmen zum Nachfolger von Sigmar Gabriel gewählt worden. Damals ruhte auf Schulz die Hoffnung, er könne die SPD zu einem respektablen Ergebnis führen.

Der gelernte Buchhändler und langjährige Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen hat seiner Partei eine Aufarbeitung des Wahldebakels zugesagt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Schulz spricht von "Vertrauensbeweis"

Schulz sprach von einem "Vertrauensbeweis" und nahm die Wahl an. "Am 19. März habt ihr mich mit 100 Prozent ausgestattet. Das war ein schöner Moment, aber danach kamen auch schwierige Zeiten", sagte er mit Blick auf das historisch schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl.

"Jetzt habt ihr mich mit 81,94 Prozent ausgestattet. Ich wünsche mir, dass auf Grundlage dieses Ergebnisses bessere Zeiten kommen."


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Französische Justiz eröffnet Verfahren gegen Front National

In der Affäre um EU-Parlamentsjobs hat die französische Justiz nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen den rechtspopulistischen Front National (FN) eröffnet. Das bestätigten Justizkreise der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Paris.

Amtszeit von Nato-Generalsekretär Stoltenberg bis 2020 verlängert

Die Nato-Staaten haben die Amtszeit von Generalsekretär Jens Stoltenberg frühzeitig um zwei Jahre verlängert. Wie das Militärbündnis am Dienstag mitteilte, bleibt der ehemalige norwegische Regierungschef damit bis Ende September 2020 im Amt.

Korruptionsprozess gegen Österreichs Ex-Finanzminister begonnen

Österreichs ehemaliger Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss sich seit Dienstag wegen des Verdachts der Untreue und Korruption vor Gericht verantworten. Der Prozess am Landgericht Wien wurde zum Auftakt von grossem Medieninteresse begleitet.

Italienische Ärzte streiken gegen Einsparungen im Gesundheitswesen

Aus Protest gegen von der Regierung geplante Einsparungen im Gesundheitswesen sind die Ärzte in Italien am Dienstag in den Streik getreten. Rund 200'000 Mediziner beteiligen sich an dem ganztägigen Arbeitsaufstand.

Rakete auf Aschkelon abgefeuert - Luftangriffe in Gaza

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen eskaliert. Erstmals seit Beginn der Unruhen im Jerusalem-Streit wurde in der Nacht zu Dienstag eine weiter reichende Rakete aus dem Palästinensergebiet am Mittelmeer auf Israel abgefeuert.

Schon über drei Millionen Pilger in Mexiko-Stadt eingetroffen

Millionen Katholiken sind in Mexiko-Stadt zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe gepilgert. Bereits am Vortag des Patronatsfests seien über drei Millionen Menschen zur Kirche im Norden der Millionenmetropole gekommen, teilte der Sicherheitschef am Montag mit.