Montag, 16. April 2018 | 14:15

Sieben Tote und 17 Verletzte bei Häftlingsaufstand in US-Gefängnis

Bei einem stundenlangen Häftlingsaufstand in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Staat South Carolina sind nach offiziellen Angaben sieben Gefangene getötet worden. 17 Häftlinge seien verletzt worden, erklärte die Gefängnisbehörde von South Carolina am Montag.

Bei einem stundenlangen Häftlingsaufstand in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Staat South Carolina sind nach offiziellen Angaben sieben Gefangene getötet worden. 17 Häftlinge seien verletzt worden, erklärte die Gefängnisbehörde von South Carolina am Montag.

Die Auseinandersetzungen in der Lee Correctional Institution in Bishopville begannen am Sonntagabend um 19.15 Uhr Ortszeit (1.15 MESZ), teilte das Gefängnis mit. Der folgende Aufstand erstreckte sich fast acht Stunden lang über drei verschiedene Häuser.

Erst in der Nacht zum Montag gegen 2.55 Uhr Ortszeit sei die Lage wieder unter Kontrolle gewesen. Aufseher oder Polizisten seien nicht beteiligt gewesen, erklärte Behördensprecher Jeff Taillon.

Es war zunächst unklar, was die Auseinandersetzungen ausgelöst hat. Es soll sich um mehrere Kämpfe verschiedener Gruppen gehandelt haben.

In dem Hochsicherheitsgefängnis sind nach unterschiedlichen Angaben zwischen 1500 und 1600 Gefangene untergebracht. Nach Berichten lokaler Medien beherbergt die Einrichtung auch besonders gewalttätige und zu besonders langen Strafen verurteilte Gefangene.

Nach Angaben der "New York Times" gibt es nach mehreren blutigen Zwischenfällen in der Lee Correctional Institution seit längerem die Bitte, die Einrichtung sicherer zu machen. Bishopville liegt etwa 65 Kilometer östlich der Hauptstadt Columbia.

Im US-Strafvollzug kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Zu den Gründen gehören Haftbedingungen, Überfüllung, rigide Strafen, mangelnde Aussichten auf Resozialisierung und schlechtes Essen. Das Gefängnissystem ist streng auf Profit getrimmt. Etwa 25 Prozent aller Gefangenen weltweit sitzen in den USA ein.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Schwere Ausschreitungen bei Protesten erschüttern Nicaragua

Bei Protesten gegen eine Reform der Sozialversicherung haben sich Demonstranten und die Polizei in Nicaragua heftige Auseinandersetzungen geliefert. Die Demonstranten schleuderten Steine am Freitag in der Hauptstadt Managua auf die Beamten und errichteten Barrikaden.

Venezuelas Staatschef besucht neuen Präsidenten Kubas Díaz-Canel

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ist am Freitag zu einem Besuch bei seinem neuen kubanischen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel in Havanna eingetroffen. Maduro wurde auf dem Flughafen vom kubanischen Aussenminister Bruno Rodriguez in Empfang genommen.

Schüler in den USA erinnern an Blutbad der Columbine High School

Tausende Schüler haben am Freitag mit einer Protestaktion des Massakers an der Columbine High School im Jahr 1999 gedacht. Die Schüler marschierten zeitgleich aus ihren Klassen und setzten damit einmal mehr ein Zeichen gegen die laxen Waffengesetze in den USA.

Mehr als 230 Festnahmen bei Protesten gegen Sarkissjan in Armenien

Zehntausende Armenier haben am Freitag in Eriwan erneut gegen den bisherigen Präsidenten und jetzigen Regierungschef Sersch Sarkissjan protestiert. Mehr als 230 Demonstranten wurden laut der Opposition bei den Protesten zudem festgenommen.

Agentur: Nordkorea verkündet Aussetzung der Atom- und Raketentests

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat offiziell die Aussetzung der Atom- und Raketentests seines Landes angekündigt. Zudem soll der Betrieb einer nuklearen Testanlage eingestellt werden.

US-Demokraten verklagen Russland und Trump-Team wegen Wahl 2016

Unter dem Vorwurf einer Verschwörung zur Beeinflussung der Wahl 2016 ziehen die US-Demokraten gegen Russland, das Wahlkampf-Team Donald Trumps und WikiLeaks vor Gericht. Am Freitag wurde in New York eine millionenschwere Klage vor einem Bundesgericht eingereicht.