Mittwoch, 16. Mai 2018 | 17:30

US-Senatsausschuss stimmt für designierte CIA-Chefin Haspel

Die designierte CIA-Chefin Gina Haspel hat im US-Kongress eine wichtige Hürde für ihre Ernennung genommen. Der Geheimdienstausschuss im Senat stimmte am Mittwoch mit zehn gegen fünf Stimmen für die Kandidatin von Präsident Donald Trump für den CIA-Chefposten.

Die designierte CIA-Chefin Gina Haspel hat im US-Kongress eine wichtige Hürde für ihre Ernennung genommen. Der Geheimdienstausschuss im Senat stimmte am Mittwoch mit zehn gegen fünf Stimmen für die Kandidatin von Präsident Donald Trump für den CIA-Chefposten.

Nun muss noch der Senat als Ganzes die Personalie bestätigen. Die Abstimmung wird noch vor Ende des Monats erwartet.

Der republikanische Ausschussvorsitzende Richard Burr erklärte, Haspel sei die "qualifizierteste Person" für den Chefposten bei dem mächtigen Auslandsgeheimdienst und die "am besten vorbereitete Kandidatin in der 70-jährigen Geschichte der CIA". Sie habe sich in den 30 Jahren ihrer "herausragenden Karriere" "moralisch, ethisch und rechtmässig" verhalten und sei "die richtige Person, um die CIA in eine ungewisse und herausfordernde Zukunft zu führen".

Trotz Haspels Beteiligung an der Folter von Terrorverdächtigen stimmten in der geheimen Abstimmung auch zwei Ausschussmitglieder von den oppositionellen Demokraten für Haspel, darunter Burrs Stellvertreter Mark Warren. Die 61-Jährige hatte ihm am Montag in einem Brief versichert, dass die CIA die brutalen Verhörmethoden rückblickend "nicht hätte anwenden sollen".

Geheimgefängnis geleitet

Haspel war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 an einem US-Programm beteiligt, bei dem Terrorverdächtige ohne Rechtsgrundlage in Geheimgefängnisse im Ausland gesteckt und dort von CIA-Agenten vernommen wurden. Zu ihren Methoden gehörte das berüchtigte "Waterboarding", also das simulierte Ertrinken.

Haspel leitete zeitweise ein solches "schwarzes" Gefängnis in Thailand. Dort soll laut Medienberichten unter ihrer Leitung mindestens ein mutmassliches Al-Kaida-Mitglied dem "Waterboarding" unterzogen worden sein.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Tsipras präsentiert Wachstumsstrategie für Griechenland

Drei Monate vor dem geplanten Abschluss des letzten Hilfsprogramms für Griechenland hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Mittwoch sein Wachstumsprogramm für die nächsten Jahre dem Parlament in Athen präsentiert.

Universität in Rio klagt über Welle von "Express-Entführungen"

Eine der wichtigsten brasilianischen Universitäten klagt über eine Welle von "Express-Entführungen" auf ihrem Campus. Zuletzt wurde an der Universität UFRJ in Rio de Janeiro am Montag eine Studentin am helllichten Tag in ein Auto gedrängt und ausgeraubt.

Amnesty berichtet von Massaker militanter Rohingya an Hindus

Militante Kämpfer der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar haben laut Untersuchungen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bei einem Massaker im vergangenen Sommer dutzende hinduistische Dorfbewohner ermordet.

Pentagon: Trotz mehr Soldaten kaum Fortschritte in Afghanistan

Die neue aggressive Afghanistan-Strategie der USA ist nach Einschätzung des Generalinspektors für den US-Einsatz bisher kaum erfolgreich.

Entscheidung über den Ministerpräsidenten kann noch dauern

Die Ernennung einer neuen italienischen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega lässt weiter auf sich warten. Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, sorgt mit Unklarheiten in seinem Lebenslauf für Aufregung.

Satellitenduo zur Erdvermessung gestartet

Zwei deutsch-amerikanische Satelliten sind in der Nacht zum Mittwoch ins All gestartet. Sie sollen die Erde vermessen und Veränderungen des Meeresspiegels registrieren.