Mittwoch, 16. Mai 2018 | 17:00

WHO: Geringe Investition nötig um Millionen von Menschen zu retten

Länder mit kleinen und mittleren Einkommen können mit wenigen Investitionen Millionen Menschenleben retten. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Länder mit kleinen und mittleren Einkommen können mit wenigen Investitionen Millionen Menschenleben retten. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Wenn sie gut einen Euro pro Person in den Kampf gegen Diabetes, Krebs, Herzbeschwerden und andere nicht ansteckende Krankheiten steckten, könnten sie bis 2030 rund acht Millionen Leben retten, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Jeder Euro, der investiert werde, bringe mindestens sieben Euro Gewinn für die Gesellschaft, weil gesunde Menschen mehr und besser arbeiten könnten und länger lebten, so die WHO. Insgesamt schätzt die Organisation den Nutzen bis 2030 auf 350 Milliarden Dollar, durch Einsparung bei den Ausgaben für die Behandlung von Krankheiten und durch Produktivitätssteigerungen.

Tabak- und Alkoholsteuern erhöhen

Am effektivsten sei es, die Steuern auf Tabak und Alkohol zu erhöhen. Ebenso empfiehlt die WHO unter anderem, weniger Salz zu essen, Mädchen zwischen neun und 13 gegen humane Papillomviren (HPV) zu impfen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, und bei Frauen bis 49 Jahren regelmässig gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen zu machen.

Rund 41 Millionen Menschen weltweit sterben nach WHO-Angaben jedes Jahr an nicht ansteckenden Krankheiten. Das seien 72 Prozent aller Todesfälle. In allen Ländern nähmen diese Krankheiten zu, vor allem unter jüngeren Menschen.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Tsipras präsentiert Wachstumsstrategie für Griechenland

Drei Monate vor dem geplanten Abschluss des letzten Hilfsprogramms für Griechenland hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Mittwoch sein Wachstumsprogramm für die nächsten Jahre dem Parlament in Athen präsentiert.

Universität in Rio klagt über Welle von "Express-Entführungen"

Eine der wichtigsten brasilianischen Universitäten klagt über eine Welle von "Express-Entführungen" auf ihrem Campus. Zuletzt wurde an der Universität UFRJ in Rio de Janeiro am Montag eine Studentin am helllichten Tag in ein Auto gedrängt und ausgeraubt.

Amnesty berichtet von Massaker militanter Rohingya an Hindus

Militante Kämpfer der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar haben laut Untersuchungen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bei einem Massaker im vergangenen Sommer dutzende hinduistische Dorfbewohner ermordet.

Pentagon: Trotz mehr Soldaten kaum Fortschritte in Afghanistan

Die neue aggressive Afghanistan-Strategie der USA ist nach Einschätzung des Generalinspektors für den US-Einsatz bisher kaum erfolgreich.

Entscheidung über den Ministerpräsidenten kann noch dauern

Die Ernennung einer neuen italienischen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega lässt weiter auf sich warten. Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, sorgt mit Unklarheiten in seinem Lebenslauf für Aufregung.

Satellitenduo zur Erdvermessung gestartet

Zwei deutsch-amerikanische Satelliten sind in der Nacht zum Mittwoch ins All gestartet. Sie sollen die Erde vermessen und Veränderungen des Meeresspiegels registrieren.