Montag, 16. April 2018 | 15:45

Kanton Basel-Stadt besucht Zürcher Zünfte am Sechseläuten

"Basler Hochkultur & Alltagskunst": Unter diesem Motto präsentiert sich der diesjährige Gastkanton Basel-Stadt am Zürcher Sechseläuten. Es ist nach 1993 sein zweiter Gastauftritt am traditionellen Frühlingsfest.

"Basler Hochkultur & Alltagskunst": Unter diesem Motto präsentiert sich der diesjährige Gastkanton Basel-Stadt am Zürcher Sechseläuten. Es ist nach 1993 sein zweiter Gastauftritt am traditionellen Frühlingsfest.

Die insgesamt 470 Basler sind am Zug der Zünfte durch die Zürcher Innenstadt, der um 15 Uhr startete, aber nicht die einzigen Gäste. Gemäss Gästeliste werden rund 125 Ehrengäste mitmarschieren, darunter die Bundesräte Guy Parmelin und Ignazio Cassis sowie verschiedene Stände-, National- und Regierungsräte.

Aber auch viele bekannte Namen aus Medien, Showbusiness, Sport und Wirtschaft wie DJ Antoine, Sängerin Nubya, FCB-Legende Karl Odermatt, Triathletin Nicola Spirig oder Schauspieler Andrea Zogg werden erwartet.

Dazu kommen die Gesellschaft zur Constaffel und die 25 Zünfte in ihren historischen Kostümen. Rund 3500 Zünfter, 350 Reiter, 28 Musikvereine und zahlreiche Wagen und Kutschen komplettieren den Umzug.

Ausgerechnet am Sechseläuten-Montag machte das schöne Frühlingswetter Pause. Der unsicheren Witterung fiel auch Jean Tinguelys "Klamauk" zum Opfer - das Gefährt konnte nicht am Umzug teilnehmen. Der Gastkanton hatte die 1979 entstandene Maschinenskulptur, die einzige fahrbare Arbeit im Werk des Schweizer Künstlers, als besonderen Höhepunkt im Gepäck.

Mehr oder weniger zuverlässiger Wetterprophet

Um 18 Uhr wird mit dem Verbrennen des 3,4 Meter hohen Bööggs auf dem Sechseläutenplatz dann symbolisch der Winter vertrieben. Der Volksmund sagt, dass je schneller der Kopf des Bööggs explodiert, umso schöner wird der Sommer.

Im vergangenen Jahr erwies sich der Böögg als sehr zuverlässig: Sein Kopf explodierte nach 9 Minuten und 56 Sekunden - und prophezeite damit einen guten Sommer. Und der Schneemann behielt recht: Der Sommer 2017 war der drittwärmste seit Messbeginn im Jahr 1864.

Das Sechseläuten geht zurück auf einen jahrhundertealten Brauch: Wenn im alten Zürich die Abende wieder heller wurden und die Kirchenglocken erstmals wieder um 18 Uhr statt schon um 17 Uhr zum Feierabend läuteten, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zündeten Scheiterhaufen mit Strohmännern an.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Zwei deutsche Touristen bei Busunglück in Peru gestorben

Bei einem Busunglück in Peru sind am Freitag zwei deutsche Feriengäste ums Leben gekommen. Zwölf weitere Personen wurden zudem verletzt.

Manuskript von Bruce Springsteens "Born to Run" wird versteigert

Ein handgeschriebenes Manuskript von Bruce Springsteens Erfolgssong "Born to Run" aus dem Jahr 1975 wird im Juni in New York versteigert. Der Entwurf auf liniertem Papier könne bei der Online-Auktion bis zu 300'000 Dollar einbringen.

New Yorker Central Park wird komplett autofrei

Im New Yorker Central Park dürfen künftig keine Autos mehr fahren. Die Grünanlage mitten in Manhattan werde ab dem 27. Juni komplett für den Verkehr gesperrt. Das teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Freitag mit.

Erhebliche Waldbrandgefahr wegen trockenen Wetters

Das sommerliche Wetter macht Lust auf Grillen im Freien. Doch es ist Vorsicht geboten: Mit den warmen Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in einigen Regionen der Schweiz.

Karotten sind unter den Gemüsen am beliebtesten

In der Schweiz werden von den Gemüsen am liebsten Karotten gegessen: 7,91 Kilogramm werden jährlich pro Kopf verzerrt, total 66'629 Kilogramm. Das Rüebli konnte damit den Spitzenplatz halten. An zweiter Stelle folgt die Tomate mit 6,61 Kilogramm pro Kopf.

Weltkriegsbombe im Zentrum Berlins erfolgreich entschärft

Eine in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Freitagmittag erfolgreich entschärft worden. Zuvor waren tausende Personen in Sicherheit gebracht worden. Auch der Hauptbahnhof war gesperrt worden.