Sonntag, 15. April 2018 | 17:21

Feuerwehr holt Rind aus Jauchegrube

Am Samstag hat die Feuerwehr Walenstadt zu einer Grosstierrettung ausrücken müssen. In Berschis ist ein Rind in eine Jauchegrube gefallen. Hilfe bekam sie vom Grosstier-Rettungsdienst Schweiz und Liechtenstein.

Berschis.– Vorgestern Samstag ist in Berschis ein Rind in eine Jauchegrube gefallen. Aufgrund der Gase, die das Tier in einer solchen Grube einatmet, bedeutet das normalerweise den Tod, wenn dem Rind nicht sofort geholfen werden kann. Der betroffene Bauer hat darum die Feuerwehr Walenstadt aufgeboten, ein entsprechender Alarm ging laut Kommandant Urs Raschle morgens um 9.40 Uhr ein. «Wir rückten mit etwa zehn Mann aus», berichtet Raschle auf Anfrage. «Als wir am Unfallort angekommen sind, war das Tier bereits in Stricke gebunden» – die benachbarten Bauern hatten dem Besitzer des Tieres Hand geboten. Nachdem die Feuerwehr erst erfolglos mithilfe eines Krans versucht hatte, das Rind aus der Jauchegrube zu befreien, alarmierte sie den Grosstier-Rettungsdienst Schweiz und Liechtenstein mit einem Stützpunkt im Rheintal. «Uns fehlte schlicht die Ausrüstung und das Material, um das Tier selber da herauszuholen», so der Kommandant, «und einen unserer Männer hätte ich nicht da hineingeschickt.»


Als dann der Grosstier-Rettungsdienst am Schauplatz erschienen ist, sei alles recht schnell gegangen. «Die Männer zogen sich ihre speziellen Taucheranzüge über und sprangen in die Grube, befestigten das trächtige Tier fachmännisch und retteten es schliesslich.» So schlimm eine solche Situation für das Tier und dessen Besitzer auch sein kann, einen gewissen Lerneffekt habe die Situation für die Feuerwehr mit sich gebracht. (mik)


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